Skulptur

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Zwei Flächenschmiedungen - Juni 2008

Seit 1980 arbeite ich mit schweren Stahlplatten was meinen Skulpturen Kraft und Monumentalität verleiht. Diese setzt eine technisch langjährige Erfahrung voraus.
Es braucht eine eigenartige Mischung von Kraft Intuition und schneller Reaktion, um die Schmiedung durchzuführen.

Der Entstehungsprozess dieser Skulpturen war außerordentlich komplex. In Folge der Dimensionen konnte ich sie in meiner Werkstatt in Bantorf nicht erarbeiten. Die Maße sind denn auch beeindruckend.

Die Plastiken erreichen eine Höhe von 2,15 Meter - 2,40 m. Die zu schmiedende Fläche ist 6 cm bis 10 cm stark und wiegt 1.000 bis 1.040 kg. Dazu kommt, dass es beim Schmieden von Werken dieser Dimension im Unterschied anderer künstlerischer Techniken der Mitarbeit eines Fachmannes bedarf. Die Ausführung einer solchen Skulptur ist somit ohne eine industrielle Infrastruktur undenkbar.

 

Arbeitsvorgang:

Die Grundplatte die zur Skulptur werden sollte kam in den Glühofen und wurde mit 1.200 Grad C geglüht, dann mittels eines Manipulators gegriffen und unter 3.000 t Druck durch die Presse verformt. Mit ihrem Druck von 3.000 t verlieh die Presse der zur Rotglut erwärmten Stahlplatte unter Ausstrecken und Drücken die von mir gewollte Form. Die Arbeitsphase fand in einer Atmosphäre höchster Spannung und Konzentration statt, sie prägte durch Handeln intensivster Zusammenarbeit, nach zwei Stunden war alles vollendet, die Skulptur war geboren. Als letzter Arbeitsgang wurde das von mir geschmiedete Element senkrecht auf die Sockelplatte gebracht und verschweißt.

So denke ich an Hephaistos, der rußgeschwärzt von Aphrodite träumt, der schönsten aller Göttinnen.

Mit dem Eisengruß

und immer Eisen im Feuer.

Hannes Meinhard, Bantorf im Juni 2008

   
   

 

 


 



 


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